Der Gesangchor Heiliggeist gehört zu den prägenden musikalischen Ensembles Basels. Mit rund 80 Sängerinnen und Sängern gestaltet er seit vielen Jahren Gottesdienste, kirchliche Feiern und Konzerte auf hohem Niveau und hat sich weit über die Pfarrei hinaus einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.
Neben seiner liturgischen Arbeit lädt der Chor regelmässig zu öffentlichen Konzerten ein. Auf dem Programm stehen bedeutende Werke der Chorliteratur, von den grossen Meistern vergangener Jahrhunderte bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und Uraufführungen. Die Adventskonzerte sind dabei ein besonderer Höhepunkt im Kirchenjahr und erfreuen sich grosser Beliebtheit.
Seit 1984 steht die Kirchenmusik in Heiliggeist unter der Leitung von Kirchenmusiker und Dirigent Joachim Krause. Unter seiner Führung hat sich die Pfarrei zu einem wichtigen Zentrum der Kirchenmusik in Basel entwickelt. Neben dem Gesangchor leitet er weitere Chöre und Ensembles und fördert Menschen jeden Alters in ihrer musikalischen Begeisterung.
Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit willkommen. Wer Freude am gemeinsamen Singen hat und Teil einer engagierten Gemeinschaft werden möchte, ist herzlich eingeladen, bei einer Probe vorbeizuschauen.
Kontakt Chorleitung
Joachim Krause
kirchenmusik@heiliggeist.ch
Kontakt Gesangchor Heiliggeist
Laura Hübscher
Präsidentin
E-Mail
Die Geschichte der Heiliggeist-Orgel ist alles andere als gewöhnlich. Als sie 1921 von den Gebrüdern Späth erbaut wurde, entsprach sie dem Klangideal ihrer Zeit: warm, farbenreich und romantisch.
Nur wenige Jahrzehnte später änderte sich der Geschmack. Die romantische Klangwelt galt vielen Fachleuten als überholt. Mehrfach wurde darüber diskutiert, die Orgel umzubauen oder sogar vollständig zu ersetzen. In Gutachten wurde sie teilweise scharf kritisiert und ihr klanglicher Wert infrage gestellt.
Doch immer wieder verhinderten engagierte Menschen und nicht zuletzt fehlende finanzielle Mittel ihre Zerstörung. Was damals als Nachteil erschien, erwies sich später als Glücksfall: Die Orgel blieb weitgehend im Originalzustand erhalten.
1982 entschied sich die Pfarrei für eine umfassende Restaurierung. In sorgfältiger Handarbeit wurde das Instrument in den Zustand von 1921 zurückgeführt. Seit 1984 erklingt die Orgel wieder mit ihrem ursprünglichen romantischen Klang.
Heute gilt sie als seltenes und wertvolles Zeugnis der Schweizer Orgelbaukunst und wird von Fachleuten weit über die Region Basel hinaus geschätzt.
Die Orgel der Heiliggeistkirche wurde 1921 von den Gebrüdern Späth in Rapperswil erbaut. Sie verfügt über 41 Register auf drei Manualen und Pedal und gehört zu den bedeutenden romantischen Orgeln der Schweiz.
Anders als viele moderne Instrumente wurde sie konsequent nach den Klangvorstellungen der Romantik konzipiert. Ihr Charakter ist geprägt von warmen Grundstimmen, weichen Übergängen und einer aussergewöhnlichen Klangfülle.
Besonders wertvoll ist, dass die Orgel ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahren konnte. Nach der Restaurierung in den Jahren 1983 und 1984 präsentiert sie sich wieder in ihrer ursprünglichen Klanggestalt.
Heute eignet sich das Instrument hervorragend für die Musik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig begleitet es Gottesdienste, Chorkonzerte und die Konzertreihe «Klavier und Orgel» und prägt damit das musikalische Leben der Heiliggeistkirche.
Baujahr: 1921
Orgelbauer: Gebrüder Späth, Rapperswil
Register: 41
Manuale: 3
Pedal: 1